Kreisliga-Damen: Die »alte Garde« kann es immer noch – SVB-Frauen siegen mit großem Spaß in der Basketball-Kreisliga

Bielefeld (WB). Die Basketballdamen der SV Brackwede haben schon deutlich bessere Tage gesehen als zurzeit. Wehmütige Erinnerungen an Oberliga-, ja gar Zweitbundesligazeiten haben an SVB-Trainerin Petra Sewöster genagt.

So sang- und klanglos wollte Sewöster ihre Karriere nicht beenden. »Ich habe einfach mal bei drei Ex-Spielerinnen der 1. Mannschaft nachgefragt, ob sie nicht Lust hätten, ein neues Team aufzubauen, bei dem kein Erfolgsdruck herrscht, sondern Spaß und Freude an unserem geliebten Sport im Vordergrund stehen«, erläutert Petra Sewöster ihre Idee.
Wegen Beruf oder Familie musste bei den meisten das sportliche Engagement mit hohen Ambitionen in den Hintergrund treten. Judith Charles, Katharina Blank und Melanie Jenkner sagten spontan zu. Durch Mund-zu-Mund-Propaganda sprach sich die Idee von der »Spaßmannschaft« schnell herum. Einige »in die Jahre gekommene« Spielerinnen sagten begeistert zu – sogar sportdisziplinär- übergreifend. So fand die erstklassige Hockeyspielerin Kim Scholz (BTG) ihren Platz in der bunten Truppe. Bereits zum ersten angesetzten Trainingstermin im September des Vorjahres stand ein kompletter Kader.
Wenn man lange erfolgreich gespielt hat, reicht nur Training einfach nicht aus. »Wir wollten uns dann doch auch an Gegnern messen, und dass man dabei ganz unten in der Kreisliga anfangen muss, hat niemanden von uns gestört«, erklärt die Trainerin. Nun wären es keine leidenschaftlichen Spielerinnen, wenn der Wille zum Sieg und zum Erfolg nicht immer noch vorhanden wäre. So wurden die drei Hinrundenspiele in der Damen-Kreisliga OWL gegen TuS Lübbecke (91:44), BBG Herford II (85:18) und TSVE IV (45:39) schon mal ganz locker gewonnen. In die Rückrunde startet man im Bielefelder Süden optimistisch, da fast alle Spiele in der eigenen Halle stattfinden. Am kommenden Freitag um 20 Uhr wird Herford II erwartet.
In Brackwede hat sich schon ein lautstarker Fanblock gebildet, und auch Maskottchen »Romina« steht dem Team bei jedem Spiel zur Seite. Ein perfekter Start also, und wenn alles gut geht, steht einem neuerlichen Aufstieg in die nächste Klasse nichts mehr im Wege.

Quelle: Westfalen Blatt vom 08.02.2011

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