D1 verlieren unglücklich in der Verlängerung

SC Buer Hassel – SV Brackwede 79 : 67 n. V. (18:13; 8:17; 16:20; 20:12; 17:5)

„Niederlagen in der Verlängerung tun doppelt weh“ so das treffende Zitat von Trainer Konopka nach dem Spiel. Und dieser Schock saß bei allen Spielern und Trainern besonders tief. So ein Spiel hätte man nicht verlieren dürfen und so bleibt die SV Brackwede auswärts weiterhin sieglos.

Auf den Centerpositionen nicht sehr groß besetzt spielten sie aber eine viel wechselnde und aggressive Verteidigung, mit der die SVB zunächst nicht zurecht kam. Etwas mehr als drei Minuten hat es gedauert, bis Brackwede die ersten Punkte verbuchen konnte. Eine Umstellung in der Defense brachte auch etwas mehr Sicherheit gegen die hochmotivierten Gastgeber. Hassel hatte bereits in dieser Phase auffällig viele Freiwürfe und nutzte diese auch aus.

Nach dem 1. Viertel musste ein 5-Punkte-Rückstand aufgeholt werden. Und das schaffte Brackwede mit einer engagierten und guten Teamleistung. Die freien Spielerinnen wurden gekonnt in Szene gesetzt und mit einem 10:0-Lauf begann die SVB das Spiel zu kontrollieren. Die Defense wurde aggressiver und Hassel tat sich schwer, aus dem laufenden Spiel zu punkten. Erst in der 7. Minute des Viertels gelangen die ersten Punkte durch Freiwürfe. Brackwede hingegen variierte das Angriffsspiel und punktete aus allen Lagen. Mal durch Fastbreaks, mal durch Distanzschüsse und mal durch gute Züge zum Korb. Selbst die Freiwurfquote in diesem Viertel lag bei 100 % (5/5).  Die SVB war damit zurück im Spiel und konnte den 5-Punkte-Rückstand in eine 4-Punkte-Führung zur Halbzeit umwandeln.

Ziel sollte es sein, das Ding klar zu machen. Mit so einer engagierten Leistung hatte Hassel auch nicht gerechnet und wurde regelrecht überrascht. Die Gastgeber erhöhten daraufhin den Druck und kämpften sich auf einen Punkt ran. In diesem Spiel wurde nichts geschenkt und Hassel machte das Spiel bis zur 27. Minute wieder ausgeglichener, ehe Brackwede durch einen 9:0-Lauf wieder für klare Verhältnisse gesorgt hat. Mit einer 8 Punkte-Führung ging es dann ins eigentliche Schlussviertel.

Doch Hassel gab sich nicht auf und kämpfte sich Freiwurf um Freiwurf (8/12; insgesamt 29 von 44!!!) immer weiter ran. Die SVB lies dabei ihre Chancen liegen (6/13). Bis kurz vor Schluss führte Brackwede noch mit drei Punkten. Im vorletzten Angriff hatte Hassel den Ball und es galt, keinen Dreier zuzulassen, doch genau das ist passiert. Der stark spielende Aufbau nahm den Wurf und versenkte zum 62:62-Ausgleich. Es waren noch sechs Sekunden Restspielzeit auf der Uhr, es gelang jedoch nicht, den erlösenden Treffer zu landen.

In der Verlängerung wirkte das Brackweder Spiel zu zerfahren. Die Aktionen zum Korb waren unglücklich und es mangelte an Konzentration. Hassel setzte sich in der ersten Minute auf fünf Punkte ab und die Brackweder Verteidigungsbemühungen wurden mit Freiwürfen bestraft, die Hassel in dieser Phase konsequent ausnutzte (7/11). Brackwede gelang in der Verlängerung nur zwei Feldkörbe und gleich vier Spielerinnen wurden rausgefoult. Dabei gab es sehr unglückliche Entscheidungen der Unparteiischen, die aber über den gesamten Spielverlauf beide Teams benachteiligt haben.

Diese Niederlage war für das ganze Team frustrierend. Man kann nicht behaupten, dass sich die Mannschaft aufgegeben hat, doch in den entscheidenden Momenten schaffte es Brackwede nicht, die Führung zu behalten und den Sieg mit nach Hause zu nehmen. Die Mannschaft steht hier aber klar im Vordergrund. Sie hat es geschafft, einen Rückstand aufzuholen und das Spiel zu kontrollieren, aber gemeinsam haben sie dieses Spiel auch verloren. Bis zum letzten Spiel in diesem Jahr gegen Kinderhaus muss die Niederlage aus den Köpfen raus sein, damit man sich selbst ein Weihnachtsgeschenk machen kann.

 

Es spielten: Bergmann 8 (2/8); Demny; Figge 9 (5/6); Gorny 11 (1/2); Heiss 4; Ibisi 2; Ramis 7 (3/6); Stiller 26 (4/7); Wegener (0/2)

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